Läuft bei Dir*

Der Landrat zieht es durch: Ein Park (Reckenberg) für Rheda-Wiedenbrück. So läuft es, wenn Vollprofils einen Park wünschen. Siehe unten unter „Auch im November 2015“ und Fotogalerie (Anm.d.R.)

Zum Sonntag einfach mal nur schönes und ein bisschen historisches.

Heute in Halle „Haller Herbst – Landlust“ von 11 bis 18 Uhr in der Haller Innenstadt.

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* Das Jugendwort 2014: „Läuft bei Dir“

Jugendliche haben ihre ganz eigene Art zu reden – und was gerade angesagt ist, ändert sich ziemlich schnell. In diesem Jahr ist „Läuft bei Dir“ der Renner – was so viel heißt wie „Du hast es drauf!“ Dieser kurze Satz ist jetzt zum Jugendwort des Jahres 2014 gekürt worden. Zusammen mit weiteren top-platzierten Ausdrücken der Jugendsprache geht er damit in die aktualisierte Fassung des Jugendwörterbuchs ein.

Auch im November 2015 war dieser Spruch noch angesagt, wie nachfolgende Auszüge aus dem Ratsinfosystem des Kreises Gütersloh zum Vorgang 4194 zeigen. Herzlichen Glückwunsch, Herr Landrat, 2 Sitzungen in 8 Tagen (Kreisausschuss, Kreistag) – 2 mal Beschluss einstimmig – Park kommt.

Zum Thema Stadtpark auch interessant: Blogbeitrag Meine Gedanken oder zurück zur Übersicht

Quellen: wissen.de | RIM Kreis GT

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Meine Gedanken

Hier gehts ums Thema Stadtpark für Halle (Anm.d.R.)

Jetzt ist die Zeit. Nach einem Antrag der Grünen, einer Bürgeranregung und einem Antrag der CDU gehört das Thema Stadtpark auf die Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses, oder erwartet die Bürgermeisterin auch noch einen Antrag der SPD-Fraktion? Nur im HFA kann das weitere Vorgehen, über welches dann der Rat entscheiden möge, vorbereitend beschlossen werden.

Viele Akteure in Halle sind durch die Antwort aus Gütersloh mit dem Verweis auf den Reckenberg Park in Rheda-Wiedenbrück eingeknickt: „.. wegen diverser Boden­denk­mäler schon von seither dauerhaft einer Bebauung entzogen gewesen..“ ist in der Mitteilungsvorlage zu lesen.

Für mich stellt sich der Sachverhalt folgender­maßen dar: Im Gegensatz zu den Haller Verantwortlichen waren sich auf dem Reckenberg alle Beteiligten schon immer einig, hier keine Wohnbebauung zu planen, da das Gelände für eine Parkanlage einfach prädestiniert war. Die kleinen Mäuerchen, welche sich vermutlich die früher dort wohnenden Amtsmänner (die ehemalige Villa des Ober­kreis­direktors stammt aus den 1960er Jahren) haben bauen lassen, sind während der Bauarbeiten wiederentdeckt worden. Die Kosten des Parks sind hierdurch auf rund 300.000 € gestiegen, von denen der Kreis rund 200.000 € finanziert hat (auch wir Haller Bürger haben unseren Anteil daran). Der Kreis als Eigentümer des Geländes kommt übrigens in Zukunft auch für sämtliche laufenden Kosten auf. Wie großartig für die Bürger der Kommune im Südkreis, die übrigens auch durch Einrichtungen des Kreises in der Stadt partizipiert.

Vor diesem Hintergrund sehe ich meine Bürgeranregung „Pacht des Geländes am Berufskolleg“ als Maximalangebot von Seiten der Stadt an den Kreis. Einen Stadtpark wollen wir in Halle ja gern mit eigenen Mitteln gestalten, jedoch müssen auch die Bedingungen passen.

Einzelne Akteure nennen 850.000 € als vertretbaren Kaufpreis für das Gelände zwischen Berufsschule und Bahnlinie. Ein Preis, zu dem der Kreis möglicherweise zustimmen würde (Ich würde sofort zuschlagen, wäre ich an Kreisens Stelle der Verhandlungspartner der Stadt Halle).

Wenn überhaupt ein Kauf in Betracht kommt, dann doch bitte maximal zu dem Preis, wie er schon aus meiner Bürgeranregung hervorgeht! Um auch gleich der Verwaltung die Mühe der Bewertung abzunehmen hier die Berechnung: 170 * 0,2 * X + T = Kaufpreis in €. [170=Bodenrichtwert umliegender Grundstücke in €; 0,2=Faktor für Grünflächen; X=Größe des Areals in qm; T=0 (ein Topzuschlag für „gute Lage“ ist bei Gemeinbedarfsflächen nicht vorgesehen)]

Bei diesem Ansatz würde von den nicht an den Kreis gezahlten rund 270.000 € ein Gutteil des Parks angelegt werden können.

Doch warum überhaupt kaufen? Vielleicht sollten die Vertreter unserer Stadt einen Antrag in den Kreistag einbringen, um namentlich darüber abstimmen zu lassen, dass der Kreis das Gelände an der Berufsschule zur Anlage eines Stadtparks ohne weitere Kostenbeteiligung freigibt. Welche Mandatsträger im Kreis würden nicht dafür stimmen (die nächsten Wahlen kommen)? Auch diese Lösung wäre schon ein monetärer Gewinn für den Kreis im Vergleich zum Reckenberg.

Die Bedenken des Kreises zu potenzieller, späterer Bebauung (wir wollen nicht bauen, wir möchten endlich einen Stadtpark) entkräften wir gerne: Die Stadt Halle verpflichtet sich in einer Widmungsurkunde dazu, sollte jemals im Stadtpark Wohnbebauung entstehen, dem Kreis Gütersloh 167 Tage nach Baubeginn startend 30 Phantastillionen in 30 jährlichen gleichbleibenden Raten als entgangenen Spekulationsgewinn zu zahlen. Diesen Mittelzufluss könnte der Kreis sodann in sämtlichen Kommunen im Umland, welche bis dahin noch keinen eigenen Stadtpark haben, deren Bürger sich aber einen wünschen, zur Errichtung eines ebensolchen einbringen.

Zum Thema Stadtpark auch interessant: Blogbeitrag Läuft bei Dir oder zurück zur Übersicht

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aus dem PSA

Meine persönlichen Eindrücke:

Was habe ich aus der gestrigen Sitzung des Planungs- und Stadt­entwicklungs­ausschusses mitgenommen?

Aus Reihen der Grünen und CDU kamen positive Beiträge, man ist sich einig. Hier wird lösungsorientiert argumentiert, die Parteien stehen hinter einem Kauf des Geländes an der Berufsschule, um einen echten Park zu entwickeln. Ich hoffe, dass die Akteure auch hinter den Kulissen den Elan aufbringen, den das Projekt Stadtpark schon seit langem verdient hat.

Die Linie der UWG ist mir noch nicht so klar – ein Stadtpark ist mehr als eine bunte Blumenwiese. Die Wortbeiträge aus den Reihen der SPD-Mandatsträger klangen doch noch vereinzelt nach Lippenbekenntnissen. Von überzeugten Genossinnen erwarte ich mehr Einsatz für die Sache. Der anschließende Beitrag von Seiten der Verwaltung erntete im Zuschauerraum nur indignierte Blicke.

Geht es im nächsten Haupt- und Finanzausschuss weiter? Wohl eher nicht. Nur noch eine Woche bis zum nächsten Sitzungstermin und die Tagesordnung ist schon gut bestückt. Ich warte auf den Herbst und Weihnachten und die nächste Vegetationsperiode und den nächsten Sommer.

Der guten Ordnung halber, hier der jetzt verfügbare Protokoll-Auszug der Sitzung:

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coming soon?

Soweit ist es noch nicht, aber ich habe die Hoffnung, dass es bis zur feierlichen Eröffnung des Stadtparks nicht mehr so lange dauert, wie die Anregung der Stadtparkinitiative alt ist (heute 5 Jahre, 10 Monate und 7 Tage).

Im Ausschuss herrscht Einigkeit darüber, dass die letzte zusammenhängende, rund 17.000 qm große, grüne Fläche im Innenstadtbereich nicht bebaut werden soll. So weit waren wir nicht immer!

Es bleibt spannend: Wann findet der Haupt- und Finanzausschuss Zeit, sich mit dem Stadtpark zu beschäftigen? Finden die Argumente aus Halle beim Landrat und den Instanzen im Kreis Gehör? Was ist Halle, bei möglichen Verkaufsverhandlungen, das Gelände für den Stadtpark wert? Was ist der Preis, den der Kreis mindestens erzielen möchte? Finden sich unter beiden Verhandlungspartnern Sympathisanten eines vllt. auch möglichen Pachtvertrages? Können wir 2021 auf der Liegewiese unter Bäumen mit Blick auf den kleinen Teich im Stadtpark picknicken?

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